Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Eines der schönsten Geotope am Fuße der Watzmann-Ostwand trägt den Namen „Eiskapelle“. Ist sie wirklich eine Kapelle                aus Eis? Schon beim Anblick des enorm großen, nicht ganz ungefährlichen, Eingangsportals stockt einem der Atem. Im Schein der Sonne fällt der Blick weit in das Innere der Eiskapelle und bietet dem Betrachter ein sakrales Bild. Wegen der klimatischen Veränderungen, somit auch langanhaltenden Sommertagen, kommt es zur massiven Abschmelzung der Eiskapelle.     

  

Auf mich wirkte die Kapelle aus Eis, als würde ich durch den Regen gehen oder als würde sie weinen. Durchzogen mit Schutt und Geröll erstreckt sich die Eiskapelle nur noch wenige Meter bis zum Fuße der gewaltigen Watzmann-Ostwand. An dieser Stelle fällt der eindrucksvolle Eisbach über die Randkluft aus in beachtlicher Höhe ein und setzt seinen Weg durch die Eiskapelle fort bis er schließlich ins Freie tritt.

  

Einige Höhlenforscher aus den Vereinen „Höhlenforschung Südbayern e.V.“ und „Verein für Höhlenkunde in München e.V.“ und        andere Höhlenbegeisterte, besuchten unter der Führung von Andreas Wolf im Oktober 2018 die Eiskapelle am Fuße der Watzmann-Ostwand.

Peter Forster

An einem schönen Oktobersamstag trafen sich 17 Höhlenforscher und Grillwillige der Höhlenforschung Südbayern e.V. und des Vereins für Höhlenforschung in München e.V. in der Nähe von Deisenhofen. Ehe jeder mit Schachtgurt, Handsteigklemme, Abseiler, Zentralem Punkt, Bruststeigklemme, Sicherungen und Helm ausgestattet war, verging schon eine geraume Zeit.

 

Für die Anfänger, standen Peter Forster und seine Helfer, Tobias Timmermanns und Mike Schönheit hilfreich zur Verfügung.  Sie erklärten die gesamte Ausrüstung, damit der Neuling überhaupt weiß, wozu der Höhlenforscher das alles braucht. Nach der Einweisung ging es dann an eines der Seile. Die einfache Seiltechnik für die Anfänger. Die Fortgeschrittenen konnten ihre Fähigkeiten an der erschwerten Einseiltechnik (Querung) und an der Seiltechnik mit Umsteigestellen vertiefen.

 

Zu unser Aller Wohl haben Gisela und Christian Brack beigetragen. Sie kümmerten sich um die Genehmigungen zum Befahren der Waldwege, der Erlaubnis zum Grillen, und um unseren Hunger und Durst. Mit Steaks, Würstchen, Brezen, Kaffee, Kuchen und Fledermäusen zum Naschen stärkten wir uns. Vielen Dank für Euren Einsatz!

Vielen Dank auch an Peter, Tobias und Mike, dass ihr so geduldig mit uns ward. Es hat uns allen riesigen Spaß gemacht!

                                                              

Ilona Kleinert

 

Einen weiteren Artikel zur Nachlese finden Sie hier.

Anfang August nutzte eine Gruppe von sechs Höhlenforschern die Gelegenheit, ihr Können und Gelerntes in der Fränkischen Schweiz unter Beweis zu stellen. Die Einseiltechnik, auch SRT-Technik (Single rope technique) genannt, wurde zuvor im Klettergarten und bei Höhlenbe-fahrungen geübt. Ausgerüstet mit Seilen, Schachtgurten und Lampenzeug, setzte sich die Gruppe in Bewegung zu den nahe gelegenen Höhlen. Eine kleine unscheinbare Öffnung verspricht den Höhlenforschern einen Abstieg durch das Deckenloch in eine größere Halle.
 
 





 
 
Unmittelbar nach dem Abseilen setzte sich der Weg über eine größere Stufe nach oben fort. Von dort aus führt ein weiterer Schacht in die Tiefe. Dieser war eine besondere Herausforderung für die Schachtneulinge, da nicht nur der Seileinbau, sondern auch das Anseilen im Liegen bewältigt werden musste. Am Schachtgrund wurde schließlich das Ende dieser Höhle erreicht.
 
 
 
  
 
  
  

 
 
Eine weitaus beeindruckendere trichterförmige Schachtöffnung in der Nähe war aus psychologischer Sicht das Highlight des Tages. Auch hier zeigten sich alle Teilnehmer von ihrer besten Seite und spazierten die senkrecht abfallende Schachtwand hinab. Nachdem alle drei Hallen dieser Höhle befahren wurden, ging dieser ereignisreiche Übungstag für die Schachtneulinge langsam zu Ende. Es war wieder eine wirklich tolle Höhlenaktion.
 
 
Peter Forster
 
 
 
 

Eine große Gruppe von acht Höhlenforschern stattete am Pfingstsonntag 2018 der Höhle des Staunens im Lattengebirge einen weiteren Besuch ab. Ziel: Die Weiterforschung in diesem neu entdeckten und bemerkenswerten Objekt. Gleichzeitig eine gute Gelegenheit für unsere Schacht-Neulinge, sich nach vielen Trainingseinheiten in Kletterhallen und fränkischen Höhlen jetzt auch an dieser durchaus anspruchsvollen alpinen Höhle mit ihren vielen vertikalen Passagen zu versuchen.


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Etliche Meter Seil mit zahlreichen Umsteigestellen und einer kleinen Traverse wurden verbaut. Dann standen wir bereits in bisher völlig unbetretenem Neuland. Immer wieder ein faszinierendes Erlebnis. Die Höhle machte abermals ihrem Namen alle Ehre. Wir staunten nicht schlecht über die unberührte Schönheit von engen versinterten Canyons, eines kleinen aktiven unterirdischen Bachbetts, ungewöhnlich gefärbte Sinterformen und die beeindruckende Größe einer Schlothalle, die es noch zu erklettern gilt. Weitere Fortsetzungen sind vorhanden, sodass uns die Höhle des Staunens sicher noch länger beschäftigen wird, ehe alle Untersuchungen und die Dokumentation abgeschlossen sind.

 (T. Beilner)

 

 

 

 

Einige Mitglieder und Freunde vom Verein Höhlenforschung Südbayern e.V., Archäologischer Verein im Landkreis Freising e.V. und vom Verein für Höhlenkunde in München e.V. erkundeten am 21.04.2018 in der Oberpfalz einige künstlich angelegte unterirdische Anlagen. Die sogenannten Erdställe.
Im Konvoi ging es los zum ersten Erdstall im Landkreis Cham.
In gebeugter Haltung führte uns der Weg durch schmale niedrige Gänge in den Hang hinein. Über ein horizontales Schlupfloch, vorbei an kleine Nischen und hinabführenden Stufen, setzte sich der schulterbreite Gang fort, wo er an einer nach oben führenden großen Stufe endet. Hier erreichten wir die sog. Schluss- oder Endkammer.



 

 

 

 

 

 

 

Bereits nach der ersten Befahrung dieser geheimnisvollen Unterwelt, entfachten sich interessante Diskussionen über Sinn und Zweck dieser Anlage.
Nach einer gemütlichen Brotzeit bei schönstem Wetter ging es weiter zur nächsten Erdstallanlage im Landkreis Cham.
Um dieses Erdstallfragment zu befahren, reichte eine gebeugte Haltung nicht aus. Somit krochen und krabbelten wir auf allen Vieren der ersten vertikalen Schlupfröhre entgegen. Über dieser, im Durchmesser nur 40cm großen und ca. 1,5m hohen Schlupfröhre gelangte man in den oberen Gang dieser Anlage.
Über einen stark nach unten fallenden gewundenen Gangabschnitt erreichten wir ein blind endendes Gangstück.

 

Erneut wurde sehr intensiv über die Bauweise und Zweckbestimmung dieser Erdstallanlage diskutiert, bevor wir gemeinsam den ereignisreichen Tag bei einem sehr guten Abendessen im Biergarten beendeten.

 

 

 Das Eintauchen in die Welt der Erdställe war für alle Beteiligten nicht nur eine gelungene und aufschlussreiche Exkursion - geführt von Peter Forster - sondern auch eine hochinteressante Erfahrung, welch ein Kulturgut uns unsere Ahnen hinterlassen haben.

 

Unsere drei Vorstände haben viele Eindrücke von der Tagung mitgebracht. Ein paar Bilder hier als Einstimmung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Den Bericht der ganzen Tagung zum Nachlesen gibt es als PDF-Dokument HIER.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei schönstem Sonnenschein war es am 14. April wieder so weit: Training am Felsen in Gleißental. Zusammen mit der Bergwacht München wurde mit mehr als 40 Teilnehmern am Seil trainiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ob Erfahrene nur ihre Technik aufffrischten, Anfänger noch ein bisschen übten, Neulinge das Seil erst einmal kennen lernten, die lieben Kleinen auf der Seilbahn auf und ab gefahren sind oder nur über alte Zeiten/Erfahrungen geredet wurde - für alle war etwas geboten.

 

Obwohl bereits am späten Nachmittag das Equipment abgebaut wurde, konnte noch bis am Abend gefachsimpelt, Erfahrungen ausgetauscht oder einfach nur geratscht werden.

Alles in allem war es wieder einmal ein erfolgreiches und harmonisches Treffen der Höhlenforscher der beiden Münchener Vereine, der Höhlenforschung Südbayern (HFS) und des Vereins für Höhlenkunde in München (VHM)!

 

 

 

Es war ein erfolgreiches Treffen der Vereine „Arbeitskreis für Erdstallforschung“, „Archäologischer Verein im Landkreis Freising“ und “Verein für Höhlenkunde in München“.

Insgesamt 30 Teilnehmer aus Forschung und Archäologie, trafen sich am Samstag, den 17. März 2018 im Gasthaus „Inntalhof-Hotel & Restaurant“ in Kirchdorf am Inn zum 2. Symposium des Arbeitskreises für Erdstallforschung e.V..

 

Nach dem Mittagessen starteten wir die Exkursion zur Zwergerlhöhle- auch Hexenloch genannt. Es ist eine aus dem anstehenden Gestein herausgearbeitete Kammer mit einem Bohrloch im Deckenbereich. Vermutlich nur ein Fragmentstück einer größeren Anlage.

Im Anschluss fuhren wir weiter nach Julbach, wo wir am Julbacher-Schlossberg (Burgstall) von Herrn Dr. habil. Wolf-Dieter Hergeth vom Verein Burgfreunde zu Julbach e.V. erwartet wurden. In Begleitung mit Dr. Thomas Beilner, Peter Forster und Birgit Symader wurde diese hochinteressante Ganganlage befahren.

Nach einem Vortrag über die Sagen und ihre Überlieferungen, das entstehende europäische Erdstallforschungszentrum und einen neu entdeckten Gang. Dann endete das gelungene 2. Frühjahrs-Symposium vom Arbeitskreis für Erdstallforschung e.V.

Der Verein für Höhlenkunde in München bedankt sich herzlichst für diese interessante und erlebnisreiche Veranstaltung!

Peter Forster

 

Unter Führung von Peter Hofmann besuchten am 3.2.2018 zwölf Teilnehmer die Wendelsteinhöhle, überwiegend Mitglieder des VHM aber auch etliche Gäste – dank Peter Forster – von denen einige nun auch Vereinsmitglieder sind.

Wir bedanken uns herzlich bei der Wendelsteinbahn für die intensive Unterstützung. Das Foto das Claudia Steimle auf den Presseverteiler der Wendelsteinbahn stellte, hat ein riesiges Medienecho hervorgerufen.

Hier einige Links: