Verein für Höhlenkunde in München e.V.

Text: Toni Müller, Fotos: Elisabeth Zahner und Toni Müller

1. Versuch: Klaus Schüttel mit Tochter Sofie, Rudi Lehner, Elisabeth Zahner und Toni Müller
Am 7.6.17 bremst uns entschieden eine Autopanne auf der Salzburger Autobahn. Kurz vor der Kampenwand qualmt es weiß aus der Kühlerhaube und der akustische Alarm meldet sich lästig. Die Maschine ist überhitzt - Kühlanlage defekt. Der ADAC kann aushelfen. Langsamer Rückweg.... (zur Werkstatt!)

2.Versuch: Kaum zu Hause, beschließen trotzig, noch in der Nacht, Elisabeth und Toni, morgen früh, per Bahn mit dem BayernTicket doch noch los zu fahren.

Also: Mit sehr wenig Schlaf sitzen wir am Do. 8.6.17 früh Morgens um 8:22 Uhr im REGIO nach München und sind nach mehrmaligem Umsteigen in Berchtesgaden. Dann mit dem Bus zum Königssee und per Boot über den See bis Salet. Wir sind endlich, um kurz nach 15:00 Uhr im Gelände unterwegs. Wir schleppen diesmal freiwillig etwas weniger als sonst: Große Hitze! Die Röthwand ist arg aufgeheizt! So lassen wir uns auch hier mehr Zeit bis rauf zur Wasseralm. Geselliger Hüttenabend mit Plausch beim verdienten Bierchen.

Am Fr. 9.6.17 sind wir wieder früh unterwegs Richtung "BerglwandBUG", hier wollen wir eine kleine Suchtour machen. Tatsächlich finden wir eine Spaltenhöhle mit Klemmblock - sehr eng, bläst kalt...!

Weiter: Wir schauen uns am Wandfuß entlang auch die NW-Seite etwas an. Wir wollen hoch über uns die vor Jahren registrierte Höhle "Ankerklüse" im markanten, wie ein Schiffsbug geformten, weit vorspringenden Berglwandsporn fotografieren. Mit dem Tele.

Anschlie­ßend zieht es uns weiter, am Schwarz­see vorbei zur Abzwei­gung Sagereck­steig, um zur Salet zu kommen. Kurz hinter der Holzstube, nahe bei der Abbruchkante befindet sich die großflächige und höchst spannende "Gletscherrutsche". Sehr imposant!

Wir folgen dem steilen Sagerecksteig weiter mit guter Sicht zum Königssee. Es entstehen noch von steil oben mehrere Bilder von der großen Karstquelle (Quellverlandung im See). Dabei dürfte es sich hierbei um eine der Hauptentwässerungen des östlichen Plateaus vom Steinernen Meer handeln.

Nun geht es in Eile runter zum sehr schnellen "Pressbier" in der Saletalm - und weiter zum letzten Schiff. Da wissen wir noch nicht, daß uns anschließend eine Woche lang ein lästiger Muskelkater plagen wird ... Schön war's trotzdem!



Vom 15. bis 18.06.2017 war das diesjährige Jahrestreffen vom Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) auf Einladung des Höhlen- und Heimatvereins Laichingen. Es war nicht nur dieses Jahrestreffen, sondern es wurde auch das 125-jährige Jubiläum der Entdeckung der Tiefenhöhle zusammen mit dem 70. Geburtstag des Höhlen- und Heimatvereins Laichingen gewürdigt und ausgiebig gefeiert.  Am Freitag, dem 16.06.2017 war abends die Feier zu den beiden Jubiläen. Der 2. Vorsitzende des VHM, Peter Hofmann (im Bild rechts), überbrachte die Gückwünsche des VHM zum 70. Geburtstag des Laichinger Höhlen- und Heimatvereins und übergab als kleine Aufmerksamkeit unser Buch "Höhlengeschichte II" an den 1. Vorsitzenden des Laichinger Vereins, Rolf Riek (im Bild links).

Am Jahrestreffen des VdHK nahmen neben dem 3. Vorstand und Schatzmeister des VHM, Gisela Brack mit Ehemann, der 2. Vorstand des VHM, Peter Hofmann 5 weitere Mitglieder des VHM teil. Es waren sehr interessante Vorträge geboten neben vielen Exkursionen wie Oberflächenbegehungen und Befahrungen einer größeren Zahl an Höhlen und vor allem auch der Austausch der Tagungsteilnehmer untereinander. Besonders zu würdigen ist auch die Organisation der Tagung und die Betreuung der Tagungsteilnehmer durch zahlreiche Mitglieder des Höhlen- und Heimatvereins Laichingen (dieser Verein hat über 400 Mitglieder!).

Christian Brack



Am Do 10. Mai 2017 fanden sich 10 interessierte VHM-ler und 3 Gäste bei sonnigem Frühlingswetter auf eine Führung zur Münchner Frischwasserversorgung im Forstenrieder Park ein.

Von der Thematik des „Unterirdischen“ her zwar nicht so ergiebig wie die Abwasserkanalisation (siehe Bericht in „Der Schlaz“ Nr. 123), bleibt der Ausflug den meisten aber doch in guter Erinnerung, nicht zuletzt wegen des interesssanten Themenkomplexes und der beachtlichen Dimensionen der Anlagen.

Ein Dankeschön hiermit auch an unseren fachkundigen und engagierten Führer, Herrn Hopper.

Harald REINER