Verein für Höhlenkunde in München e.V.

24.3.2017

Sehr harmonisch und konstruktiv verlief die Mitgliederversammlung des VHM im Aposto. Alle Anträge zu Satzungsänderungen die zur Abstimmung kamen wurden mit großer Mehrheit beschlossen. So mußten zum ersten mal nach langer Zeit auch keine Stimmzettel ausgezählt werden weil es keine Anträge auf geheime Abstimmung gab.

Einen Beschluß wird das eine oder andere Mitglied vielleicht nicht so erfreulich finden. Die Mitgliedsbeiträge steigen 2018 um vier Euro für reguläre Mitglieder und um drei Euro für die ermäßigte Mitgliedschaft. Damit reagiert der Verein auf den erhöhten Kostenaufwand bei der Schlazproduktion.

Dafür wird es 2017 aber auch zwei Ausgaben, komplett in Farbe in nie da gewesener Qualität geben.

Anwesende konnten den neuen Schlaz mit der Nummer 124 gleich mit nach Hause nehmen. Alle Anderen erhalten ihn in den nächsten Tagen per Post.

Im Fachbeirat gibt es einen Neuzugang: Christian Brack ist verantwortlich für das neue Sachgebiet Schriftenversand. Das Sachgebiet Schriftentausch das Markus Auer inne hat wurde umbenannt in Öffentlichkeitsarbeit.

Nach zweijähriger Amtszeit mußte Renate Fröhlich als Kassenprüferin abgelöst werden. Ihr Nachfolger ist Paul Gerstetter.


11. März 2017

Zum 1. Münchner Tag der Höhlen waren außer den Höhlenforschern auch viele Interessierte gekommen und bestaunten die faszinierendsten Höhlen dieser Erde.

Markus Auer zeigte mit vielen bisher unveröffentlichten Fotos die Riesenkristalle der Naica-Höhle in Mexiko und beschrieb auch eindrucksvoll die Schwierigkeiten bei der Befahrung. So mußten etwa aufgrund der großen Hitze Kühlanzüge und Atemgeräte verwendet werden.

Gertrud Keim und Werner Zagler präsentierten die Lechuguilla und beschrieben die Besonderheiten der Vermessungs- und der Befahrungstechnik in dieser sensiblen Wunderwelt aus Gips.

Peter Hofmann entführte die Zuschauer mit spektakulären Panoramafotos in Welten der Mythen und Sagen, Schutzhöhlen des Mittelalters und viele viele andere faszinierende Unterwelten.

Auch das Nachmittagsprogramm hatte es in sich. Balász Németh stellte seine Höhlen in Ungarn vor, Toni Müller Neuland im Steinernen Meer und Dipl. Biologin Andrea Hildebrand berichtete über neueste Erkenntnisse bei der Fledermausforschung.

Dazwischen blieb auch Zeit und Raum für anregende Unterhaltungen, Fachsimpeleien und gutes Essen und Trinken.



Zur verantwortungsvollen Forschungstätigkeit gehört auch, daß man ein Forschungslager am Ende komplett abbaut wenn die Arbeiten eingestellt werden. Das hat die Frankfurter Gruppe am Hundsschädel im Steinernen Meer nun getan.

Im Laufe der Jahre sammelt sich da so einiges an, so daß der Abtransport ein sehr umfangreiches Unterfangen sein kann, gerade an so einem entlegenen und schwer erreichbaren Ort wie dem Hundsschädel.

Toni Müller hat jahrzehntelang mitgeforscht und nun auch mitgeholfen.

Toni Müller berichtet vom Forschungslager an der Kuhscheibe im August 2016 das trotz des grimmigen Wetters sehr erfolgreich war.

>>> Hier sein Bericht <<<