Verein für Höhlenkunde in München e.V.

vom So. 7.8. bis zum Do. 18.8. 2016

beteiligt: 5 Personen / Besucher: drei Personen

Bericht: Toni Müller

Diese Forschungswoche des VHM war beim Nationalpark Bgd und dem zuständigen Landratsamt angemeldet und für 8 Personen genehmigt worden.

Durchgängig anwesend waren drei Personen des VHM, eine Person des VHM war dreiTage zur Vermessung des >Sichelbläsers< mit dabei. Ein Bamberger Höhlenforscher war für eine Übernachtung mit dabei, um die Solaranlage zu installieren.

Leider war das Wetter die ersten Tage ausgesprochen scheußlich - und die soeben aufgespannte Küchenplane war exakt über der im Aufbau befindlichen Elektronik der Solaranlage zusammengebrochen. Ein mächtiger Wasserschwall von einer gesammelten Wasserblase aus der Plane hatte die Anlage buchstäblich 'geflutet'! Ergebnis: Totalausfall!!

(...das hatte sich nach einem schönen Sonnentag wieder beheben lassen, Joh. konnte die Aufladung und Stromabnahme wieder in Gang bringen!)

Also: Zunächst die sehr anstrengende Stafetten-Schlepperei - wir hatten im Frühsommer keinen Versorgungstermin geschafft. Die schweren Schleppereien fielen exakt mitten in den fiesesten Platzregen, zusammen mitsamt dem Aufbau des Forscherlagers! (s.o.)

Forschungen: Wir hatten nur wenige Tage für die aktiven Vorstöße zur Verfügung. Auch unsere Suchtouren nach neuen Objekten im näheren Umfeld waren vom schlechten Wetter sehr 'eingeschränkt'. Immerhin wurde der >Sichelbläser< (siehe Vereinsmitteilungen DER SCHLAZ 2015) endlich von insgesamt vier Personen in zwei Touren weitgehend erforscht. Die Schachthöhle wurde in zwei Gabelungen mit je 25 Meter Seillänge erkundet. Einer der Schachtabstiege wurde dabei digital vermessen! Der zweite Abstieg (...mit dem aktiven 'HöhlenWIND') wurde ebenfalls vor-erkundet. Jedoch: Der hier durchstreichende Höhlenwind konnte nicht genau lokalisiert werden.... Von diesem Zweig gibt es (vorerst!) nur eine Skizze. Hier muß noch weiter erkundet werden!

Geländetouren: Eine Suchtour am Ebenhorn (Wandfuß Ost) wurde durchgeführt. Dabei wurden 2 Höhlen registriert, eine mit Skizze und Fotos. Name: >Ebenhornwandfenster<!

Wegen der mißlichen Wetterlage, Gewitter im Anmarsch, wurde die Erkundung weiterer Objekte in diesem Abschnitt unterbrochen. Eine weitere Suchtour am Köpfl (einmal 'rund') um die Kuhscheib wurde ebenfalls wegen einem drohenden Gewitter etwas knapp gehalten. (es wurden 2 Höhlen registriert / mit Fotos weiterer Objekte) Ebenso wurden mehrere große Störungen kontrolliert - aus Zeitmangel abgebrochen. Eilig zurück unters Küchenzelt - schon 'kracht's' ordentlich....

Weitere Erkundungen des nahen Umfeldes rings ums Biwak.

Wetter: Siehe oben...! Es hatte zuverlässig viel und oft, oder gar tagelang ausgiebig geregnet!! Dazu mehrmals, nicht nur nachts, mit massiven Schneeeinbrüchen. Diese Tatsache war in der hier überwiegenden SCHACHforschung ausgesprochen hinderlich. Hier oben muß weiterhin mit viel Ausdauer und Geduld weiter geforscht werden....

Gäste: Vom Personal der Wasseralm waren drei junge Mädls zum Kurzbesuch da gewesen. Sie hatten tatsächlich vier selbst gebackene Kuchenschnitten / Pralinen / und ein kl. Fläschchen Schnaps (Birnenlikör) als Geschenk für meinen Geburtstag raufgeschleppt!

Vielen Dank ! !

Alles in allem: Trotz ausgesprochen widerlicher Wetter-Voraussetzungen konnten einige anstehenden Punkte geklärt werden und neue Höhlen wurden entdeckt.

Dies schafft künftig gute Voraussetzungen, um in diesem Plateauabschnitt positiv weiterforschen zu können.

Und: Gerade die schwierigen Problemlösungen erbrachten einen hohen Grad an Zusammenhalt in die sich ausprägende Stammgruppe! Dies jedenfalls ist die sehr positive Seite!!

Trotzdem: K ü n f t i g wäre auch mal ein so richtig schönes Wetter wünschenswert!

 

....siehe auch - demnächst im SCHLAZ!!